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"Saarländisch gibt es eigentlich gar nicht!"
Zum sprachlichen Leben am unteren Rand des 'Rheinischen Fächers'

Kurze Erläuterung der nummerierten Zonen des links dargestellten Rheinischen Fächers1. Niederfränkisch | 2- Limburgisch | 3. Ripuarisch | 4. Nördliches Moselfränkisch | 5. Südliches Moselfränkisch | 6. Rheinfränkisch (Quelle: Wikipedia[http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinischer_F%C3%A4cher]):

 

Auch ohne sprachwissenschaftliche Ambitionen können wir im täglichen Umgang mit unseren Mitmenschen am Arbeitsplatz, in der Stadt, beim Einkaufen oder bei den verschiedensten Freizeitaktivitäten, wie auch beim Entdecken unserer nächsten Umgebung, der Pflege regionaler Traditionen, Bräuche und auch kulinarischer Erkundungen die Präsenz unserer Dialekte täglich erleben. Hier klingt es einmal luxemburgisch, dort mischt sich französisch mit Platt oder die Bauhandwerker brüllen ihre Bedürfnisse nach Baustoffen oft in Mundart durch die Gegend. Wie nebenstehendes Bild zeigt, nehmen wir mit unseren beiden Mundarten nicht nur am Sprachkulturerbe der Menschheit teil, sondern gehören einer illustren Sprachfamilie mit engen verwandtschaftlichen Beziehungen. Das Sprachgebiet des Saarlandes ist dabei im Wesentlichen von den zwei sprachlichen Zonen, dem Moselfränkischen und dem Rheinfränkischen durchzogen, die beide Mundarten durch die sogenannte 'das'-'datt'-Linie voneinander trennt. Gleichzeitig entstanden in der mittleren Übergangszone Überlappungen beider Mundarten. Das eigentliche Saarländisch gibt es also gar nicht! Höchstens das Rhein- und das Moselfränkische und einige Zwischenzonen, da sich die Sprachgrenzen ständig verändern. Vor allem aber  ist es der identitätsstiftende Charakter der Muttersprachen Mosel- und Rheinfränkisch, der in unserer Region grenzüberschreitend wirksam wird. Als Francique Mosellan oder Rhénan überqueren die beiden Saarländischen Mundarten spielend die Grenze nach Lothringen  oder auch in Richtung Luxemburg und sind mittlerweile wichtiges Kommunikationsmittel der kulturellen, der ökonomischen oder der touristischen Begegnung der Menschen, die in unserer Gegend leben oder die sie immer öfter besuchen.

   
   

© http://muddaschprooch.geheichnis.de | Patrik H. Feltes | Klaus Friedrich