UNESCO Welttag der Muttersprache im Saarland

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Programm 2020

 
 

Muddaschprooch:  Soweid wie’s gehd (rheinfränkisch)

 
 

 
 

Muddaschpròòch: Sooweit wiet geeht (moselfränkisch)

 
     
 

Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Saarlandes, Tobias Hans, beteiligt man sich im Saarland und der benachbarten Großregion auch 2020 an dem am 21. Februar rund um den Globus begangenen UNESCO-„Welttag der Muttersprache“. Dieser steht hier in diesem Jahr unter dem Motto „Muddaschprooch soweid wie’s gehd“ und lädt einmal mehr zu interessanten Begegnungen mit engagierten Menschen und einem überaus lebendigen Sprachkulturerbe ein.

 
     
 

Auf Vorschlag der UNESCO haben die Vereinten Nationen den 21. Februar eines jeden Jahres zum „Internationalen Tag der Muttersprache“ erklärt. „Sprachliche und kulturelle Vielfalt“, heißt es hierzu seitens der Deutschen UNESCO-Kommission, „repräsentieren universelle Werte, die Einheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft stärken“. Vor diesem Hintergrund soll der „Internationale Tag der Muttersprache“ die Bedeutung des Kulturgutes Sprache hervorheben, „die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken“. Dies ist notwendiger denn je, geht doch im Durchschnitt alle zwei Wochen eine Sprache in der Welt verloren – und sind laut dem UNESCO-„Atlas der gefährdeten Sprachen“ zwischenzeitlich auch die moselfränkische und die rheinfränkische Mundart, die gemeinsam „das Saarländische“ bilden, als bedroht eingestuft.

 
 

Vor diesem Hintergrund wird auf Initiative von Patrik H. Feltes (Wadgassen) und Klaus Friedrich (Homburg) sowie mit Unterstützung durch die bekannte Mundart-Expertin Susanne Wachs (SR3 Saarlandwelle) der UNESCO-„Welttag der Muttersprache“ seit 2012 auch im Saarland begangen – und soll auch 2020 über interessante Menschen und Initiativen aus der gemeinsamen Großregion nachhaltige Impulse in Sachen „Muddaschprooch“ vermitteln.

 
 

2020 lautet das Leitmotiv „Muddaschprooch soweid wie’s gehd“. Damit möchte man unterstreichen, dass das vielfältige Sprachkulturerbe zwischen Saar, Pfalz und Mosel Menschen und Kulturen, Regionen und Nationen sogar über den Atlantik hinweg verbinden kann.

Da der 21. Februar zugleich „Weltgästeführertag“ ist wird das Thema „Mundart und Tourismus“ auch diesmal ausdrücklich bei der Programmgestaltung berücksichtigt.

So wird als Premiere in Homburg Eugenie Holland eine Stadtführung „uff Humborjer Platt“ anbieten und dabei die Kreis- und Universitätsstadt und ihr besonderes Flair in lokaler Mundart näherbringen. In Saarbrücken wird Monika Gottschall an diesem Tag entlang des Stadtrundgangs „Es Monie vazählt eisch mol ebbes!“ die Landeshauptstadt und ihre Sehenswürdigkeiten in „Saarbrigger Mundart“ vorstellen.

Darüber hinaus werden Patrik H. Feltes und Klaus Friedrich in Kooperation mit dem Historischen Museum Saar einen Entdeckungsspaziergang „Vumm Brogge iwwa de Brigg bei de Schdiwwel“ begleiten, dabei zwischen Saarbrückens unterirdischer „steinerner Wiege“ und Stiefel Bräu markante Identitätsorte der Saar-Geschichte in den Mittelpunkt rücken und mit teils eigens dazu verfassten Texten kombinieren.

Im Rahmen des zentralen Abschlussabends zum UNESCO-„Welttag der Muttersprache“ im Saarland und der benachbarten Großregion im Stiefel Bräu werden dann im Beisein des Schirmherren, des saarländischen Ministerpräsidenten Tobias Hans, ganz unterschiedliche Facetten der „Muddaschprooch“ vorgestellt.

So geht Patrik H. Feltes auf sein laufendes Redensarten-Projekt ein, das er auf der online-Plattform Facebook mit derzeit über 40 Redensarten und Erklärungstexten realisiert hat und präsentiert wie Jenny Theobald, Walther Henßen und Jean-Louis Kieffer neue Mundartbücher und –texte. Humorist und Zauberer Dirk Omlor wird als „Rudi Lauer“ auf der „Bühne“ stehen und Mundartliedermacher Joachim Schreiner wird mit sehr persönlicher Live-Musik begeistern. Als jüngster Podiumsgast des Abends ist Simeon Viktor Seitz, der Gewinner des Saarländischen Mundartpreis 2019 in der Kategorie Schüler-Text, mit von der Partie. Aus Lothringen kommen Informationen zum Mundartfestival „Mir redde platt“ und über den „großen Teich“ geht es dann mit den beiden Regisseuren und Produzenten Christian Schega und Benjamin Wagener, die in ihrem Film „Hiwwe wie driwwe“ die verblüffenden engen Bezüge zwischen rheinfränkischer Mundart und „Pennsilfaanisch Deitsch“ aufzeigen.

 
 

 
     
 

Die von Susanne Wachs moderierte und für SR3 Saarlandwelle aufgezeichnete Veranstaltung zum UNESCO-„Welttag der Muttersprache“ im Saarland und der benachbarten Großregion beginnt am Freitag, den 21. Februar um 19.00 Uhr im Stiefel Bräu (Ecke Fröschengasse/Am Stiefel) in Saarbrücken. Der Eintritt hierzu ist frei – aufgrund des erfahrungsgemäß großen Interesses empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung unter Telefon 06 81/93 64 50 (es gilt die Reihenfolge des Anmeldeeingangs)!